Weltpremiere des Dokumentarfilms CINEMA JENIN im Wettbewerb des 24. International Documentary Film Festival Amsterdam

14.11.2011

Wir freuen uns sehr, Ihnen ankündigen zu können, dass Marcus Vetters Dokumentarfilm CINEMA JENIN im Wettbewerb des 24. International Documentary Film Festival Amsterdam (idfa) am 22. November seine Weltpremiere feiern wird.

  Infos zum Projekt CINEMA JENIN finden Sie unter www.cinemajenin.org.

Es ist das Herzensprojekt des Filmemachers Marcus Vetter und vieler weiterer Unterstützer. CINEMA JENIN ist nun schon der dritte eindrucksvolle Dokumentarfilm, der dabei entsteht. Der Traum, das alte Kino in Jenin in der Westbank wieder zu einem Kulturzentrum aufzubauen, entstand im Zusammenhang mit dem bewegenden Dokumentarfilm DAS HERZ VON JENIN, der u.a. mit dem Deutschen Filmpreis 2010 als Bester Dokumentarfilm und dem „Cinema for Peace Award“ ausgezeichnet wurde.

In DAS HERZ VON JENIN schilderte Marcus Vetter die Geschichte des palästinensischen Vaters Ismail Khatib. 2005 traf seinen elfjährigen Sohn Ahmed im Flüchtlingslager von Jenin im Norden des Palästinensergebietes eine tödliche Kugel der israelischen Armee. Khatib entschloss sich, die Organe seines Sohnes israelischen Kindern zu spenden. Damit wollte er helfen, die Spirale des Hasses brechen.

Der Erfolg seines Films war Vetter jedoch nicht genug. Er wollte vor Ort dauerhaft etwas verändern. Mit Ismail Khatib, dem Vater des Jungen und Fakhri Hamad, dem Übersetzer von Ismail, verschrieb er sich dem Ziel das „Cinema Jenin“, ein verfallenes Kino, wiederaufzubauen und zu einem kulturellen Zentrum zu machen. CINEMA JENIN schildert in der Art eines persönlichen Tagebuchs das schwierige, aber schließlich erfolgreiche Ringen um das ungewöhnliche Projekt. Immer wieder fehlt das Geld. Immer mehr freiwillige Helfer kommen nach Jenin. Im Dschungel der Bürokratie des selbstverwalteten Palästinensergebietes müssen die beiden Misstrauen und Vorurteile überwinden, Rückschläge wegstecken und Geduld beweisen, was auch seine komischen Seiten hat. Im August 2010 wurde das „Cinema Jenin“ feierlich eröffnet.

Im Rahmen der Verleihung des „Bernhard Wicki Filmpreises – Der Friedenspreis des Deutschen Films“ auf dem diesjährigen Filmfest München wurde erstmals ein nicht dotierter Sonderpreis für ein Projekt an „Cinema Jenin“ vergeben. Der Preis wurde mit „Standing Ovations“ verliehen und würdigt künstlerische Arbeiten, die Brücken schlagen und sich durch Inhalte und filmische Kraft auszeichnen.

Das „Cinema Jenin“ wurde im August 2010 unter großer weltweiter Beachtung nach 20 Jahren wieder eröffnet. Das in den 60-er Jahren erbaute Kino, galt als eines der bedeutendsten Lichtspielhäuser in Palästina, bis es mit dem Ausbruch der ersten Intifada im Jahr 1987 geschlossen wurde. Initiatoren des Projekts sind der Regisseur Marcus Vetter und der Jeniner Ismael Khatib.

CINEMA JENIN ist eine Produktion von BOOMTOWN MEDIA, FILMPERSPEKTIVE und CINEPHIL
in Koproduktion mit SWR | BR | NDR | arte, SENATOR FILM PRODUKTION und YES TV
.
Gefördert von MFG BADEN-WÜRTTEMBERG, MEDIENBOARD BERLIN-BRANDENBURG, DFFF DEUTSCHER FILMFÖRDERFONDS, BKM, RABINOVICH FOUNDATION und SUNDANCE INSTITUTE.

SENATOR FILM VERLEIH bringt den Film CINEMA JENIN voraussichtlich 2012 in die Kinos.

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